DARZ, Anwalts-Rechenzentrum, RA-MICRO, Dictanet, „Die Kanzlei-IT soll einfach laufen und ich will nichts damit zu tun haben“ – dieser Aussage begegnen wir in Anwaltskanzleien häufig. Sehen Sie auch so? Dann haben wir eine Lösung für Sie: Das Deutsche Anwalts-Rechenzentrum in Düsseldorf. Hier stellen wir Ihnen eine Kanzlei-IT zur Verfügung, die perfekt auf RA-MICRO zugeschnitten ist, um sicher, schnell und stabil zu laufen. Sie können von jedem Ort und jedem Endgerät aus darauf zugreifen und profitieren von festen monatlichen Gebühren ohne Erst –und Ersatzinvestitionen.

Besuchen Sie das Deutsche Anwaltsrechenzentrum

Deutsches Anwalts-Rechenzentrum, RA-MICRO, Kanzlei-ITSie sollen uns nicht nur glauben, Sie sollen es sich selbst ansehen: „Herzlich Willkommen im Deutschen Anwaltsrechenzentrum“ – unter diesem Motto laden wir Sie in unser Büro in Düsseldorf mit anschließendem Rechenzentrumsbesuch ein. Die Teilnehmerzahl ist aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen auf 20 begrenzt, daher empfehlen wir Ihnen, sich schnell einen Platz zu sichern. Die Agenda und das Anmeldefax finden Sie anbei.

Am 17. März in Düsseldorf

Keine Frage: In wenigen Jahren werden Server in der Kanzlei eine Ausnahme sein. Rechenzentren bieten deutlich höhere Sicherheit und Performance. Machen Sie sich schon heute ein Bild von der zukünftigen IT-Infrastruktur. Neben Vorträgen und Erfahrungsberichten besuchen wir eines der Rechenzentren, in denen Michgehl & Partner hochverfügbare IT-Dienste betreibt.

Die Agenda

13:00 Eintreffen der Teilnehmer

13:30  Digitalisierung, beA und Automatisierung – Chancen und Risiken für Anwaltskanzleien.

Dipl.-Kfm. Holger Esseling, Kanzleiberater

14:00  IT-Sicherheit in der digitalen Kanzlei – Über die Vereinbarkeit von Viren und Trojanern mit dem Berufs- und Strafrecht.

Franz Josef Michgehl, Datenschutzbeauftragter

Arnd Jaekel, Backup-Consultant

14:30  Kaffeepause und Gang zum Rechenzentrum

15:00  Umzug der Kanzlei-IT ins Rechenzentrum – ein Erfahrungsbericht.

Rechtsanwalt Ralf Heidemann, CNH Anwälte

15:30  Besichtigung des Rechenzentrums – Stellt die Auslagerung von Daten und Anwendungen ein zusätzliches Risiko dar oder erhöht es die Sicherheit?

16:30  Zusammenfassung und Diskussion offener Fragen

Anmeldung

Melden Sie sich und maximal eine weitere Person Ihrer Kanzlei ganz formlos per Mail an info@michgehl.de an oder nutzen Sie unser Fax-Formular.

Wir freuen uns auf Sie am 17. März in Düsseldorf.

RA-MICRO, Anwaltsforum, Kanzleisoftware, Kanzlei-IT, Kanzleistrategie, Marketing, Betriebswirtschaft für Rechtsanwälte, Kanzlei-IT und Organisation: Das Themenspektrum des Michgehl & Anwaltsforums scheint sich auch beim zweiten Mal zu bewähren und hat ein Ziel – unternehmerische Impulse an Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte zu geben und gemeinsam zu diskutieren. Nach der ungeplanten Großveranstaltung im vergangenen Jahr haben wir das 2. Michgehl & Partner Anwaltsforum bewusst kleiner gehalten und mit über 60 Anmeldungen genau die Zahl erreicht, die wir in unserem Stammhaus in Nordwalde bei Münster auch artgerecht empfangen können. Neben dem ganztägigen Workshop der Hamburger Kanzleiberaterin Johanna Busmann standen in der „Speaker´s Corner“ des Anwaltsforums Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in der Anwaltskanzlei, mobiles Arbeiten, Digitale Akte, IT-Sicherheit, Kanzlei-IT aus dem Rechenzentrum und ein erster Live-Einblick in das besondere elektronische Anwaltspostfach beA auf dem Programm. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle einen Rückblick ermöglichen.

Strategie und Marketing in der Anwaltskanzlei

Strategie, Marketing, Anwaltskanzlei, Johanna Busmann, Die Hamburger Kanzleiberaterin Johanna Busmann ist vielen Rechtsanwälten gut bekannt: Als Autorin des Fachbuchs „Chefsache Mandantenakquise“ und Vortragsrednerin auf bundesweiten Anwaltsveranstaltungen hat sie sich insbesondere im Themenbereich anwaltliche Akquise einen guten Namen erarbeitet. So haben sich zum ganztägigen Workshop auch deutlich mehr Interessenten angemeldet als Plätze zur Verfügung standen. Umso mehr konnten sich die wirklich Teilnehmenden über einen intensiven Workshop freuen. Hier wurden grundsätzliche Fragen der Kanzleistrategie nicht nur diskutiert, sondern gleich in der Gründung fiktiver Anwaltskanzleien praktisch umgesetzt.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Webseite: Wie schaffe ich es bei Google auf die ersten Plätze? Wie kommuniziere ich nutzenorientiert? Wie gewinne ich auch online das Vertrauen meiner Besucher? Diese und weitere Fragen wurden anhand zahlreicher Praxisbeispiele und Checklisten intensiv bearbeitet. Wenig überraschend war demnach, dass sich die Teilnehmer in den Pausen zufrieden bis begeistert zeigten und mit vielen neuen Ideen und konkreten Umsetzungsvorlagen den Heimweg antraten. Aufgrund der hohen Zufriedenheit und der großen Nachfrage haben wir Frau Busmann direkt für einen Zusatztermin in Dortmund gewinnen können. Melden Sie sich direkt hier für den Workshop am 9. November an. 

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in der Anwaltskanzlei

Betriebswirtschaftlicher Arbeitskreis Anwaltskanzleien„Wer von Ihnen kennt die Umsatzrentabilität der Kanzlei?“ – auf diese Eingangsfrage von Dipl.-Kfm. Holger Esseling hoben immerhin drei der Anwesenden die Hand, wenn auch teils etwas zögerlich. In den darauf folgenden 50 Minuten stellte der Michgehl-Geschäftsführer ein grundlegendes Kennzahlensystem für Anwaltskanzleien vor. Anhand der BWA und der Sachkonten aus RA-MICRO lassen sich zunächst die Umsätze der einzelnen Referate und die Kosten auslesen. Nach der Aufschlüsselung der Kosten auf die einzelnen Kanzleibereiche kann die jeweilige Wertschöpfung ermittelt werden.

Da Zeit das wesentliche Kriterium der Ressourcenaufteilung ist, empfiehlt Esseling eine detaillierte Zeiterfassung, um auch die Mitarbeiterproduktivität, durchschnittliche Stundensätze und Abrechnungsquoten zu berechnen und letztlich die Rentabilität einzelner Mandate bestimmen zu können. Diese Informationen wiederum seien die Grundlage der strategischen Planung. Hinzu kommen Kennzahlen aus den Bereichen Finanzbuchhaltung, Mandanten und Mitarbeiter. All diese Zahlen sind Esseling zufolge jedoch wenig aussagekräftig, sondern entfalten ihre Kraft erst im Vergleich mit Vorjahres- und Planwerten – und vor allem im Vergleich zu anderen Anwaltskanzleien.

Daher endete der Vortrag auch mit einer Einladung zur Gründung eines betriebswirtschaftlichen Arbeitskreises: Zehn Kanzleien ähnlicher Größe und Struktur, aber ohne direkte Konkurrenzsituation, treffen sich halbjährlich, um unternehmerische Fragen zu diskutieren. Die Grundlage bilden ihre pseudonymisiert eingegebenen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Diese Art von Austausch hat der Referent bereits in anderen Branchen als sehr wertvoll erlebt und konnte sich gleich über die ersten fünf Interessenten freuen. Das kostenfreie Auftakttreffen wird am Mittwoch, den 07.12.2016, 14:00 – 17:00 Uhr in Düsseldorf stattfinden. Bei Interesse senden Sie schon jetzt gerne eine Mail an h.esseling@michgehl.de

Digitale Aktenführung mit E-Akte, Workflows und beA

RA-MICRO, Kanzleisoftware, Anwaltsforum, Wenige Tage vor der geplanten Einführung des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs beA stellen sich viele Anwaltskanzleien die Frage, wie sie ihre Organisation auf die Digitalisierung vorbereiten können. Rechtsanwältin Tina Ablas hat dazu den Soll-Zustand in vielen Facetten dargestellt und aufgezeigt, welche Vorbereitungen die Kanzleien treffen müssen oder sollten. Vom Einscannen der Eingangspost über die elektronische Verarbeitung, Notizen und Verfügungen bis hin zum E-Brief und der kommenden Synchronisation der Kanzleisoftware mit dem beA: Für die meisten Anwaltskanzleien ist hier noch viel zu tun. „Nutzen Sie die Zeit bis zur verpflichtenden Einführung am 1.1.2018 zur Vorbereitung“, lautete der zentrale Appell. Wie gut Sie auf den elektronischen Rechtsverkehr vorbereitet sind, können Sie mit vier einfachen Fragen hier überprüfen: http://www.michgehl.de/erv-check/

Möglichkeiten der mobilen Arbeit

Jasmin Besseling, Anwaltsforum, Michgehl & Partner, Kanzleisoftware, RA-MICRO, Ja, mit der Digitalisierung ist es wie mit einer Erkältung: Es wird erst schlimmer, bevor es besser wird… Für Juristen steht einiges an Arbeit an, um fit für den elektronischen Rechtsverkehr zu werden. Eine der lockenden Belohnungen ist dabei die Möglichkeit, vollständig zeit- und ortsunabhängig zu arbeiten. Schon heute bestehen dazu einige Möglichkeiten, wie Alexander Pulvermüller anhand der Dictanet GO App und … mit der RA-MICRO GO App praktisch zeigten. So lassen sich Dokumente auf dem Smartphone oder Tablet mobil mitnehmen, bearbeiten und mit dem Datenbestand in der Kanzlei synchronisieren. Michgehl-Kanzleiberaterin Jasmin Besseling zeigte zudem die Möglichkeit, einen komplett eingerichteten Kanzlei-Arbeitsplatz im Rechenzentrum von jedem Ort aus zu bedienen und damit auch auf mobilen Geräten einen Vollzugriff auf RA-MICRO und die Kanzleidaten zu erhalten. Diese Lösung wurde im folgenden Vortrag nach der Mittagspause vertieft.

Kanzlei-IT im Deutschen Anwalts-Rechenzentrum

RA-CLOUD, RA-MICRO, Kanzleisoftware, Anwalts-RechenzentrumEinen Meilenstein in der Entwicklung mobiler und sicherer Kanzleiarbeit stellten die beiden Michgehl-Geschäftsführer Franz-Josef Michgehl und Holger Esseling gemeinsam vor: Die gesamte Kanzlei-IT im Deutschen Anwalts-Rechenzentrum. Wo bisher sehr heterogene und wenig sichere IT-Systeme in den einzelnen Kanzleien betrieben werden, stellt Michgehl & Partner ein zentral betriebenes und standardisiertes System in ihrem Rechenzentrum in Düsseldorf zur Verfügung. Für den Zugriff reicht ein Endgerät, egal ob PC, Notebook oder Tablet, sowie ein Internetanschluss. Das Endgerät dient dabei als Fernsteuerung, übermittelt Tastatur- und Mauseingaben und erhält den Bildschirminhalt als Ausgabe zurück. Die Systemanforderungen an das Gerät und die Verbindung sind daher minimal.

Alle kritischen Komponenten werden in diesem Konzept zentralisiert und von Michgehl & Partner betrieben. Kanzleien erhalten vertraglich garantierte Verfügbarkeiten und haben ansonsten mit der Server-Infrastruktur nichts mehr zu tun – es sei denn, sie wollen es, denn das gleiche IT-Systeme kann auf Wunsch auch in der Kanzlei betrieben werden. Die Live-Präsentation stieß bei allen Anwesenden auf Erstaunen: Selbst auf einem iPad lief RA-MICRO so schnell, wie es niemand im Raum von seinem eigenen Server gewohnt war. Liegt die Zukunft der Kanzlei-IT im Rechenzentrum? Holger Esseling zeigt sich überzeugt: „Dieses Niveau an Geschwindigkeit und Sicherheit kann keine Kanzlei leisten. Oder wo steht Ihre Argon-Löschanlage?“.

IT-Sicherheit in der Anwaltskanzlei

055-img_0184„IT-Sicherheit ist Chefsache“, sagt der Chef und Gründer der Michgehl & Partner GmbH, Franz-Josef Michgehl. Und aktuell ist sie wohl eine der wichtigsten Chefsachen, die es gibt. Fast jeden Tag trifft beim IT-Dienstleister aktuell ein Anruf einer Kanzlei ein, nicht mehr arbeiten kann, weil ein Trojaner den gesamten Datenbestand verschlüsselt hat. Franz-Josef Michgehl zeigte daher eindrücklich, welche Maßnahmen eine Infektion verhindern: Insbesondere die intensive Untersuchung eingehender Mails mit spezieller Mail Protection Software, Firewalls mit Unified Threat Management (UTM) und die Sensibilisierung der Mitarbeiter spielen dabei eine große Rolle. Auch dem Monitoring der wichtigsten IT-Parameter und dem automatisierten Patch Management kommen große Bedeutung zu.

Diskussionsrunde beA: Was kommt auf Anwaltskanzleien zu?

163-_mg_0084Die nächste Premiere für alle Teilnehmer stellte Kanzleiberaterin Jasmin Besseling vor: das beA – live und in Farbe! Michgehl & Partner verfügt bereits seit einigen Tagen über einen Zugang zum besonderen elektronischen Anwaltspostfach in einer Schulungsumgebung und hat sich mit dem System bereits intensiv vertraut gemacht. Dieses Wissen teilte Jasmin Besseling mit den anwesenden Anwältinnen und Anwälten. Die Reaktionen reichten dabei von verhaltener Vorfreude, dass nun doch wirklich etwas in Bewegung zu kommen scheint bis zu skeptischer Enttäuschung, dass weder die Schnittstellen zur Kanzleisoftware existieren noch die Web-Anwendung so ausgereift ist, dass sie sich komfortabel nutzen ließe. Einen Live-Blick in beA und die Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen zum Anwaltspostfach erhalten Sie bei einem unserer neu angesetzten Seminartermine zum besonderen elektronischen Anwaltspostfach. Zum Seminarkalender…

Vor dem Event ist nach dem Event

414-img_0418Aus unserer Sicht war das 2. Michgehl & Partner Anwaltsforum ein voller Erfolg. Wir haben viel positives Feedback von den Teilnehmern erhalten und werden das Format in leicht veränderter Form auch in 2017 fortführen. Bedanken möchten wir uns bei allen Teilnehmern für die aktive Mitwirkung und die tollen Gespräche, Johanna Busmann für einen exzellenten Workshop und allen Mitarbeitern und Referenten für eine tolle Vorbereitung und Umsetzung. Senden Sie uns gerne Ihre Anmerkungen und Wünsche für das nächste Mal mit dem Kontaktformular auf dieser Seite. Wir freuen uns auf Ihre Hinweise!

RA-MICRO Kanzleisoftware, Dictanet, Dragon, IT-Service, Anwaltskanzlei, Anwalt, Kanzleiberatung, Anwaltssoftware, beA, besonderes elektronisches Anwaltspostfach, elektronischer Rechtsverkehr, ERVSchluss mit lustig: Heute fällt die monatliche IT-Panne etwas ernster aus als gewohnt. In der Regel wird an dieser Stelle ein Fall unfassbarer Tölpelei und naiver Gutgläubigkeit vorgestellt, der zu einem Schaden in der Kanzlei-IT führt, über den man zugleich weinen und lachen kann. Dabei soll allerdings neben der Erheiterung auch ein weiteres Ziel erreicht werden: Die Sensibilisierung von Kanzlei-Mitarbeitern und -inhabern für die Gefahren, die zu Systemausfällen und Datenverlusten führen. In jüngerer Zeit war einer der Hauptdarsteller dabei der gemeine Verschlüsselungstrojaner. Und der kommt seit einigen Wochen in neuem Gewand daher – nehmen Sie sich bitte fünf Minuten Zeit und leiten Sie diese Information an Ihre Kollegen weiter.

Hier geht nichts mehr

Regelmäßige Leser der IT-Panne des Monats kennen den häufigsten Startpunkt der Geschichte: Ein Anruf aus einer Anwaltskanzlei. Und wie so häufig klagt auch in diesem Fall unsere Kundin Sieglinde Sicher, dass in der Kanzlei gar nichts mehr geht. Server und Rechner zeigen nur noch einen brachial anmutenden Totenkopf mit einer Lösegeldforderung. Und das bei der Sieglinde! Sicherheit war ihr immer wichtig, deshalb hat sie eine Datensicherung, Virenschutz und macht wirklich jedes Jahr eine Sensibilisierungsschulung für die ganze Kanzlei. Und jetzt das! Wie konnte es bloß dazu kommen? Und noch viel wichtiger: Wie geht es jetzt weiter?

Plausibilität vor Sicherheit

Die erste Frage ist recht einfach zu beantworten: Sieglinde selbst ist auf eine der aktuell erfolgreichsten Kampagnen hereingefallen. Sie hat eine Bewerbung geöffnet, einfach weil es so plausibel war. Die Kanzlei hat eine offene Stelle an die örtliche Arbeitsagentur gemeldet und nun erscheint diese Mail mit Bezug auf eben diese Behörde. Dass die gesamten Bewerbungsunterlagen wegen ihrer Größe in einem .zip-Verzeichnis komprimiert wurden, ist nachvollziehbar. Da kann man sich und andere zu Tode sensibilisieren: Wenn es plausibel genug ist, dann treten Sicherheitsbedenken in den Hintergrund. Gleichzeitig können Virenschutz und weitere Sicherheitssoftware zwar immer mehr Schadsoftware aussortieren. 100% Sicherheit allerdings gibt es nicht. Schadhafte Mails werden immer wieder bei den Nutzern ankommen. Sieglinde öffnet also die Mail, dann den Anhang und damit auch den Verschlüsselungstrojaner, der direkt mit der Verschlüsselung des gesamten Netzwerkes beginnt.

Prävention ist alles

Die Antwort auf die zweite Frage ist zunächst ebenfalls recht klar: Eine Entschlüsselung funktioniert in den seltensten Fällen, also spielen wir die Systeme aus der letzten Datensicherung wieder ein und weiter geht es. Genau an dieser Stelle wird es häufig kniffeliger als gedacht: So hat auch die Sieglinde bereits vor vier Jahren eine Datensicherung einrichten lassen – genau so lange hat sie damit dann auch gar nichts mehr gemacht: Überprüfung der Datensicherung? Fehlanzeige. Testweise Rekonstruktion? Wird schon klappen. Anpassung der Sicherung nach Softwareupdates? Ach, sowas sollte man machen? Im Ergebnis sind viele Datensicherungen, die wir heutzutage in Anwaltskanzleien vorfinden, unvollständig, nicht aktuell oder, wie im Fall von Sieglinde, vier Jahre alt. Sie hat es einfach nie überprüft.

DATENSICHERUNG

Man kann es nicht oft genug sagen: Datensicherung ist die mit Abstand wichtigste Maßnahme der IT-Sicherheit. Sie muss nicht nur einmal eingerichtet, sondern laufend überprüft, angepasst und testweise rekonstruiert werden. Die Sieglinde hat Glück im Unglück: Wenige Wochen vor dem Virenbefall hat sie von uns ein Online-Backup einrichten lassen (Anmerkung des Autors: Ich kann nichts dafür, es hat sich wirklich genau so ereignet…). So werden die Daten täglich automatisiert in das Deutsche Anwaltsrechenzentrum gesichert. Wir konnten den Datenbestand des Vortages innerhalb von einer Stunde wieder herstellen und Sieglinde hat den Verschlüsselungstrojaner zwar nicht verhindert, seine Wirkung allerdings dramatisch verringert. Ohne ein zusätzliches Online-Backup mit regelmäßiger Überprüfung wären alle Daten der letzten vier Jahre verschwunden. Und so sieht es geschätzt in jeder zweiten deutschen Anwaltskanzlei aus. Daher der überhaupt nicht witzige, sehr ernst gemeinte Rat: Sichern Sie Ihre Daten, überprüfen Sie die Sicherungen, testen Sie regelmäßig die Wiederherstellung und machen Sie das in Zusammenarbeit mit einem Fachmann. Gerne stehen wir Ihnen für Fragen zur Datensicherung zur Verfügung, erarbeiten mit Ihnen eine Datensicherungskonzept und setzen es in Ihrer Kanzlei um. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.