Michgehl und Partner Süd Eingang AnwaltsforumAm 15. Juli 2016 haben wir in München eine doppelte Premiere gefeiert: In unseren neuen Büroräumen am Bavariaring, direkt an der Theresienwiese, fand das erste Michgehl & Partner Anwaltsforum im Süden statt. Mit Prof. Dr. Dirk Heckmann konnten wir einen herausragenden Key Note Speaker gewinnen und mit unserer neuen RA-CLOUD aus dem Rechenzentrum ein technisches Highlight präsentieren. So konnten wir mit fast 50 Anmeldungen auch ein hohes Interesse bemerken. Einen kurzen Rückblick auf einen Tag voller unternehmerischer Impulse für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte möchten wir an dieser Stelle bieten.

IT-Sicherheit aus rechtlicher Sicht

Heckmann AnwaltsforumNach der Begrüßung durch Unternehmensgründer Franz-Josef Michgehl und Niederlassungsleiter Ass. jur. Reinhard Cebulla machte Prof. Dr. Dirk Heckmann den Auftakt der folgenden Vortragsreihe. Als Lehrstuhlinhaber an der Universität Passau, netzpolititscher Berater der CSU und Verfassungsrichter am Bayerischen Verfassungsgerichtshof konnte er einen besonderen Blick auf die IT-Sicherheit aus rechtlicher Sicht bieten – wobei er lieber von „IT-Unsicherheit“ spricht. Schließlich sei offenkundig, dass eine vollständige IT-Sicherheit nicht existiert. Allerdings lauern hier Haftungsfallen für Entscheider und damit auch Rechtsanwälte. Neben dem Berufs- und Strafrecht bemüht Heckmann dabei auch § 823 BGB für die Frage der Schadenersatzpflicht bei Fahrlässigkeit. Und die Sicherheitslücken sind in der Praxis in der Tat unübersehbar: Unerledigte Sicherheitsupdates, mangelhafte Datensicherung, fehlende Schulungen und vieles mehr prägen den Alltag. Heckmann stellt zudem klar: „Ohne IT-Konzept sind Sie praktisch immer in der Haftung.“ Grundsätzlich seien demnach fehlende Konzeption und das Unterlassen des Einsatzes handelsüblicher Sicherheitslösungen die wesentlichen Haftungsfallen. Weitere Einbußen wie Reputationsverlust oder Umsatzrückgang noch gar nicht eingerechnet. Prof. Dr. Heckmann konnte diese trockene und eigentlich wenig begeisternde Materie mit Freude und Humor überbringen und versetzte die Teilnehmer in nachdenkliche Neugier.

Kanzlei-Strategie und Online-Marketing

Es ist nicht einfach, einen Menschen zu finden, der direkt nach dem Key Note Speaker auf die Bühne möchte. Also hat Dipl.-Kfm. Holger Esseling, Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing bei Michgehl & Partner, diesen Platz eingenommen. Thematisch lieferte er nun den Gegenentwurf zum Vorredner: Statt IT-Sicherheit und Haftung stand nun Online-Marketing und Kanzleistrategie auf dem Plan – also durchaus lebendigere Themen, die Wachstum und Gestaltung statt Abwehr und Angst adressieren. Esseling begann seinen Vortrag mit einer Folie, in der Marketing-Aktivitäten in Anwaltskanzleien mit zwei Werten visualisiert sind: Für wie erfolgreich werden die Maßnahmen gehalten und wie oft werden sie eingesetzt. Auffällig dabei: Einige Aktionen bringen  wenig oder nichts und das ist den Kanzleien auch klar – und trotzdem werden sie durchgeführt. Wieso? Weil sie einfach sind. Ein Profil in den Gelben Seiten, bei anwalt.de oder die berühmte Weihnachtskarte setzen nicht voraus, dass man vorher die eigene Strategie und Positionierung hinterfragt hat. Doch genau das ist für erfolgreiches Marketing unverzichtbar, insistierte Esseling, der privat einen der erfolgreichsten deutschen Online-Gitarrenkurse betreibt.

Michgehl Fassanstich AnwaltsforumUnd so folgte in den nächsten 30 Minuten ein Intensiv-Abriss der wichtigsten Werkzeuge für die Strategie-Entwicklung und das Online-Marketing: Vision, Mission, Zielgruppe, Leistungsangebot, Umsetzung. Diese Grundlagen wurden ergänzt um die neuen Möglichkeiten insbesondere bei Google: Wie verhalten sich die Wettbewerber? Was suchen potentielle Mandanten überhaupt? Auf Basis solche Recherchen kommt er beispielsweise zu dem Schluss, dass es als Familienrechtler nicht unbedingt zielführend sein muss, sich als „Fachanwalt Familienrecht“ herauszustellen. Ungleich häufiger werden beispielsweise Begriffe wie „Trennungsunterhalt“ oder „Trennungsunterhalt berechnen“ gesucht. Und diese Menschen werden ein Jahr später zur unmittelbaren Zielgruppe für die Begleitung einer Scheidung. Anhand solcher Beispiele geht er einen Schritt nach dem anderen durch und beschreibt die Umsetzung wirkungsvoller Online-Marketing Strategien. Die Teilnehmer lässt er dabei nach einer knappen Stunde tatenfroh und begeistert, aber auch etwas orientierungslos zurück. Die passende Zeit für einen Fassanstich durch Franz-Josef Michgehl und die passenden bayerischen Speisen.

Digitalisierung und Optimierung der Kanzleiabläufe

Michgehl Ablas Digialisierung KanzleiAuch die Vortragszeit nach der Mittagspause ist nicht gerade beliebt, weil die Teilnehmer aus dem berühmten „Suppenkoma“ erweckt werden müssen. Rechtsanwältin Tina Ablas gelang das im Zusammenspiel mit Franz-Josef Michgehl hervorragend. Sie stellten die Herausforderungen der Digitalisierung in Anwaltskanzleien so praktisch dar, dass die Teilnehmer aktiv wurden, blieben und viele konkrete Nachfragen stellten. Insbesondere die Abbildung der bisher papiergebundenen Abläufe innerhalb der Kanzleisoftware RA-MICRO stand im Fokus: Wie kommt die Akte in die Software? Wie funktioniert der E-Workflow in RA-MICRO vom Posteingang über Notizen, Verfügungen und Bearbeitungen bis hin zum Postausgang? Welche Herausforderungen stellt die Digitalisierung wiederum an die IT-Infrastruktur und die IT-Sicherheit? Vor dem Hintergrund des anstehenden Starts des besonderen elektronischen Anwaltspostfaches am 29. September 2016 sind es genau diese Fragen, die Rechtsanwälte sich stellen und auf die Michgehl & Partner die Antworten liefert. Schließlich wird hier seit 30 Jahren „Kanzlei. IT. Einfach. Sicher.“ gemacht.

Das beA kommt…

beA Meising RA-MICROUnd so durfte auch DAS aktuelle Thema in der Kanzlei-IT nicht fehlen: Das besondere elektronische Anwaltspostfach beA. Nach verschobenem Start und einigen Unklarheiten soll es nun tatsächlich am 29. September starten – zunächst ohne Nutzungspflicht bis diese am 1.1.2018 eintritt. Rechtsanwältin Ulrike Meising, die durch ihre Tätigkeit im RA-MICRO Go Store München sehr dicht am Thema ist und zeitgleich als Fachanwältin für Familienrecht und bald für IT-Recht sowie als Mediatorin Praxiserfahrung mitbringt, präsentiert dieses Thema mit beinahe beißendem Humor – gepaart mit vielen praktischen Ratschlägen zur Einführung des beA. So sollten Anwaltskanzleien so früh wie möglich mit der Nutzung beginnen, um die „Probezeit“ bis zum 1.1.2018 hinreichend zu nutzen und die Kanzlei auf die anstehende Digitalisierung vorzubereiten. Eine Benachrichtigung sorgt dafür, dass das beA nicht jeden Tag überprüft werden muss, sondern neue Eingänge per Mail angezeigt werden. Bei der praktischen Einrichtung des beA unterstützt Michgehl & Partner zudem mit einem „beA Premium Support„.

Kanzlei-IT im Deutschen Anwalts-Rechenzentrum

RA-CLOUD, RA-MICRO, Kanzleisoftware, Anwalts-RechenzentrumEin technisches Highlight der Ausstellung auf dem 1. Michgehl & Partner Anwaltsforum in München war sicherlich die RA-CLOUD im Deutschen Anwalts-Rechenzentrum. Hier hat Michgehl & Partner ein eigenes Rechenzentrums-Angebot für Rechtsanwälte aufgebaut, das ihnen von jedem Ort und jedem Endgerät aus zur Verfügung steht. Durch diese Zentralisierung und damit einhergehende Standardisierung wird der Betrieb vereinfacht, die Problemlösung beschleunigt und vor allem hat die Kanzlei mit ihrer IT nichts mehr zu tun, da alle kritischen Komponenten im Rechenzentrum betrieben werden. Veranschaulicht wurde das Prinzip mit mehreren iPads.

RA-CLOUD, RA-MICRO, Kanzleisoftware, Anwalts-RechenzentrumEigentlich lässt sich RA-MICRO gar nicht auf dem iPad betreiben – durch die Konstruktion von Michgehl & Partner jedoch fungiert das Endgerät nur noch als Fernsteuerung eines virtuellen Arbeitsplatzes im Rechenzentrum. So schaltet sich das iPad auf den entfernten Rechner auf und zeigt den gewohnten Windows-Arbeitsplatz, ohne dass die Daten und Anwendungen wirklich auf dem iPad liegen. Das Überzeugendste dabei: Die Geschwindigkeit. Sowohl das Netzwerk als auch das bedienende Gerät sind relativ unbedeutend – die Verarbeitung läuft im Rechenzentrum und hier können genau die Ressourcen bereitgestellt werden, um eine hervorragende Leistung zu erzielen. Dass die IT-Sicherheit in einem professionellen Rechenzentrum um Längen besser gewährleistet werden kann als in der Kanzlei, mutiert dabei schon fast zur Nebensächlichkeit.

Fazit: High Tech meets bayerische Gemütlichkeit

Weißwurst und Cloud, ein Helles und ein Online-Backup, Leberkäs und Prozess-Optimierung: Bayerische Gemütlichkeit und High Tech sind kein Widerspruch, sie leben auf dem Michgehl & Partner Anwaltsforum in München in friedlicher Koexistenz. Die zahlreichen Gespräche im Laufe der Veranstaltung zeigen uns ein hohes Interesse an der Digitalisierung der Kanzlei und auch an der verstärkt unternehmerischen Ausrichtung der Rechtsanwälte. Einige Erkenntnisse bleiben hängen, für die Michgehl & Partner bereits die passenden Angebote entwickelt hat:

1. Vortrag Prof. Dr. Heckmann: Anwaltskanzleien benötigen ein IT-Konzept, um Haftungsrisiken zu umgehen. Wenn Sie ein IT-Konzept für Ihre Kanzlei erstellen lassen möchten, wenden Sie sich einfach per Mail an h.esseling@michgehl.de

2. Vortrag Prof. Dr. Heckmann: Handelsübliche Sicherheitslösungen, die wirtschaftlich tragbar sind, müssen auch eingesetzt werden, um nicht fahrlässig zu handeln. Michgehl & Partner bietet hierzu ein umfangreiches Instrumentarium von IT-Monitoring und Patch Management über Datensicherung bis hin zur eSupport-Flatrate für Ihre Kanzlei. Lassen Sie uns doch einmal über den passenden IT-Service für Sie sprechen. Stimmen Sie einfach einen Termin mit Reinhard Cebulla ab: r.cebulla@michgehl.de

3. Vortrag Dipl.-Kfm. Holger Esseling: Anwaltskanzleien benötigen eine klare Positionierung, eine sinnvolle Strategie und die passenden Online-Werkzeuge, um auch in Zukunft Mandanten zu akqurieren. Sie benötigen eine neue Homepage oder doch lieber einen Tages-Workshop zur Kanzlei-Strategie. Wenden Sie sich gerne per Mail an h.esseling@michgehl.de

4. Vortrag RAin Tina Ablas und Franz-Josef Michgehl: Nach kurzer Umgewöhnung bietet die Digitalisierung der Kanzleiabläufe großes Potential zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung. Gerne schulen wir Sie und Ihre Mitarbeiter im Umgang mit dem RA-MICRO E-Workflow. Senden Sie einfach eine Anfrage an sued@michgehl.de

5. Vortrag RAin Ulrike Meising: Das beA kommt, jede Kanzlei sollte so früh wie möglich mit den Vorbereitungen beginnen. Michgehl & Partner unterstützt Sie gerne bei der Ersteinrichtung mit dem beA Premium Support. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: beA Premium Support.

 

RA-MICRO Kanzleisoftware, Dictanet, Dragon, IT-Service, Anwaltskanzlei, Anwalt, Kanzleiberatung, Anwaltssoftware, beA, besonderes elektronisches Anwaltspostfach, elektronischer Rechtsverkehr, ERV„Wer hat denn schon Interesse an meinen Daten?“. Mit dieser Aussage beruhigten sich bisher so einige Anwaltskanzleien selbst. Mit der aktuellen Heise-Meldung dürfte diese Ruhe vorbei sein: Deutsche Anwaltskanzleien werden gezielt angegriffen und ausgespäht. Dabei zeigt sich auch das stetig steigende Niveau der Angriffe – so wird eine speziell auf Anwaltskanzleien zugeschnittene E-Mail versendet, die den Betreff „Schmidtke ./. DKV 3900965/2016″ trägt und damit bei den meisten Rechtsanwälten und Fachangestellten zunächst vertrauenswürdig erscheinen dürfte. Im Inhalt wird lediglich auf eine anhängende Datei zur Kenntnisnahme verwiesen.

Spionage, Fernsteuerung und Verschlüsselung

Mit der Öffnung des Anhangs wird der bisher als Banking-Trojaner verwendete Dridex-Bot heruntergeladen. Dieser kann von den Angreifern aus der Ferne gesteuert werden, Daten auslesen und versenden oder weiteren Schadcode selbständig nachladen. Damit sind drei Angriffsziele wahrscheinlich:

  • klassische Spionage: Die Angreifer suchen nach verwertbaren Informationen, um sie an die Gegenseite zu verkaufen oder um die Anwaltskanzlei zu erpressen
  • Botnet und Ausbreitung: Kanzleien genießen  in der Regel eine gute Reputation – diese kann genutzt werden, um in größere Unternehmen einzudringen. Damit erhalten gute Mandanten infizierte Nachrichten aus der betroffenen Anwaltskanzlei
  • Verschlüsselung: Letztlich wird der Dridex-Bot einen Locky-Virus oder ähnlichen Verschlüsselungstrojaner nachladen, die Kanzleidaten verschlüsseln und Lösegeld erpressen

Hinter dem aktuellen Angriff auf Anwaltskanzleien steht laut Heise mutmaßlich die seit langem bekannte Dridex-Gang. Diese kriminelle Gruppe wird auch für die aggressive Welle des Krypto-Trojaners Locky verantwortlich gemacht.

Kostenlose Sicherheitsberatung, Sensibilisierung und Online-Backup

Wir raten Anwaltskanzleien seit geraumer Zeit dringend, sich gegen die Gefahren der Cyberkriminalität abzusichern. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen können wir das nur nochmals mit Nachdruck untermauern. Um Ihnen den Start so einfach wie möglich zu gestalten, machen wir Ihnen folgende Angebote:

  • kostenlose Sicherheitsberatung: Wir beraten Sie kostenfrei im Telefonat oder persönlich in Ihrer Kanzlei. Dafür nehmen wir im Vorfeld einige Rahmendaten auf und erstellen einen individuellen Leitfaden für die IT-Sicherheit Ihrer Anwaltskanzlei mit ca. 20 Seiten.
  • Sensibilisierungsschulung: Bei jeder IT-Panne steht letztlich ein Mitarbeiter, der einen unachtsamen Klick getätigt hat. Die Sensibilisierung von Mitarbeitern ist eine der effektivsten Maßnahmen der IT-Sicherheit. Gerne kommen wir für eine ca. 30-minütige Schulung Ihrer Mitarbeiter in Ihre Kanzlei – kostenlos.
  • 1 Monat kostenfrei Online-Backup: Datensicherung ist die wichtigste Maßnahme in der IT-Sicherheit. Mit einem Online-Backup schaffen Sie eine zweite Datenbasis außerhalb Ihrer Kanzlei und Ihres Netzwerks, wo die Daten extrem sicher aufbewahrt sind. Wir bieten Ihnen ein Online-Backup ab 22,65 € im Monat und schenken Ihnen den ersten Monat.

Bei Interesse an einem unserer Angebote, nutzen Sie einfach unser Kontaktformular oder senden Sie eine Mail an info@michgehl.de